Einen Entscheid der Invalidenversicherung anfechten
Der Vorbescheid und die Verfügung
Die IV-Stelle stellt in der Regel einen Vorbescheid zu, der es der versicherten Person erlaubt, vor dem endgültigen Entscheid ihre Einwände geltend zu machen. Ist die Verfügung einmal erlassen, gibt sie die zu ihrer Anfechtung verfügbaren Rechtsmittel an.
Die Einsprache
Die versicherte Person, die einen IV-Entscheid anficht, kann innert 30 Tagen nach dessen Eröffnung schriftlich Einsprache erheben (Art. 52 ATSG), unter Darlegung der Gründe ihrer Beanstandung. Die IV-Stelle prüft das Dossier daraufhin erneut und erlässt einen Einspracheentscheid, der die ursprüngliche Verfügung bestätigen, ändern oder aufheben kann.
Die Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht
Befriedigt der Einspracheentscheid die versicherte Person nicht, kann sie ihn beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht anfechten, innert einer Frist von 30 Tagen ab dessen Eröffnung. Eine spätere Beschwerde ans Bundesgericht bleibt unter den allgemeinen Voraussetzungen der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten möglich.
Die Bedeutung medizinischer Gutachten
IV-Entscheide stützen sich sehr weitgehend auf medizinische Gutachten. Einen Entscheid anzufechten bedeutet häufig, den Beweiswert dieser Gutachten zu diskutieren, gegebenenfalls durch Vorlage einer gegenteiligen ärztlichen Stellungnahme oder durch Beantragung eines Gegengutachtens, weshalb die Begleitung durch eine spezialisierte Anwältin oder einen spezialisierten Anwalt in diesen Verfahren besonders nützlich ist.
Häufige Fragen
Innert welcher Frist kann ich gegen einen IV-Entscheid Einsprache erheben?
Innert 30 Tagen nach dessen Eröffnung, durch eine schriftliche und begründete Einsprache an die IV-Stelle (Art. 52 ATSG).
Was geschieht nach einer Einsprache?
Die IV-Stelle prüft das Dossier erneut und erlässt einen Einspracheentscheid, der die ursprüngliche Verfügung bestätigen, ändern oder aufheben kann. Dieser neue Entscheid kann anschliessend beim kantonalen Versicherungsgericht angefochten werden.
Warum sind medizinische Gutachten in diesen Verfahren so wichtig?
Weil sich IV-Entscheide sehr weitgehend darauf stützen, um den Invaliditätsgrad und die verbleibende Arbeitsfähigkeit zu beurteilen. Einen Entscheid anzufechten bedeutet häufig, den Beweiswert dieser Gutachten zu diskutieren.